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  • Was hat ein Bundesliga-Fußballtrainer mit einem Franchisegeber gemeinsam?

    Diese und weitere Fragen zur deutschen Franchisewirtschaft diskutierten Fußball-Bundesligatrainer Peter Stöger (1. FC Köln) mit den Teilnehmern des VIP-Empfangs anlässlich des 2. Franchise Matching Days in Köln.

    Ganz im Zeichen der Deutschen Franchisewirtschaft stand der VIP-Empfang des 2. Franchise Matching Days, der am 21. November 2014 in der Veranstaltungslocation „Die Halle Tor 2“ in Köln stattfindet. Die Veranstalter – der Deutsche Franchise-Verband und die Marketingagentur Cox Orange – präsentierten mit Peter Stöger, Bundesligatrainer des 1. FC Köln, einen Überraschungsgast.

    Gibt es Gemeinsamkeiten zwischen einem Fußballtrainer und einem Franchise-Unternehmer? „Es gibt zahlreiche Parallelen und beide können viel voneinander lernen“, so Stöger. „Der 1. FC Köln ist wie ein Franchise-system ein Unternehmen. Der Verein ist der Franchisegeber und ich habe als Trainer 22 Franchisenehmer – Spieler. Zu Beginn der Saison setzen wir uns als Gruppe zusammen und verständigen uns über unsere persönlichen und unsere Vereinsziele. Schließlich definieren wir unsere Werte – wir schließen einen Vertrag und unterschreiben ihn“, zieht Stöger Parallelen.
    „Das Unternehmen 1. FC Köln will den Erfolg. Und das geht nur, wenn alle Franchisenehmer (Spieler) am gleichen Strang ziehen und alle den Erfolg wollen.“

    „In Partnerschaft zum Erfolg“, das ist auch die Devise von Franchise-systemen, erklärt Torben Leif Brodersen. Der Geschäftsführer des Deutschen Franchise-Verbands e.V. (DFV) analysiert die wachsende Franchisewirtschaft und erkennt etwa einen Trend im Bereich Social Franchising. Aber er mahnt auch. Die Gründungszahlen gehen in Deutschland zurück. „Hier muss die Politik bessere Rahmenbedingungen schaffen. Denn kleine und mittelständische Unternehmen sind der Motor der deutschen Volkswirtschaft.“

    Ins gleiche Horn bläst Carina Felzmann. Die Geschäftsführerin der österreichischen Agentur Cox Orange sieht in einer Franchisepartnerschaft eine große Chance für Gründer und Karriere als eigener Chef. „Wir richten uns mit dem Franchise Matching Day an Menschen, die sich beruflich verändern wollen, daran denken, sich selbstständig zu machen und dies womöglich mit Franchising.“

    „Partnerschaften sind eine ideale Lösung für einen schnellen und nachhaltigen Erfolg. Einen Schritt weiter geht dabei noch Mag. Michael Love, Österreichischer Handelsdelegierter der Wirtschaftskammer Österreich. „Partnerschaften gibt es auch zwischen europäischen Ländern. Österreich ist für Deutschland ein wichtiges Exportland. Beide Länder befruchten sich gegenseitig.“

    Aufmerksame Zuhörer und Teilnehmer der Diskussion beim VIP-Empfang waren u.a. die Geschäftsführer und Franchise-Experten Matthias H. Lehner (Bodystreet), Holger Blaufuß (McDonald’s), Roger Krog (Schmidt Küchen), Matthias Kern (Domino’s Pizza), Anja Haverkamp (Nordsee), Dr. Sezar Aydogan (ERA Deutschland GmbH) sowie Dr. Mathias Reif und Dr. Christine von Hauch (beide BridgehouseLaw Germany) sowie die Netzwerkpartner die Wirtschaftsjunioren Köln mit André Häusling und die Sparkasse KölnBonn mit Andreas Brünjes und Markus Marx.

    Warum der Franchise Matching Day für Gründer so wichtig und spannend ist

    Der Franchise Matching Day findet am Freitag, den 21.November2014 von 10 bis 18 Uhr in der Veranstaltungslocation „Die Halle Tor 2“, Girlitzweg 30 in Köln statt. Bei diesem innovativen Veranstaltungsformat haben Franchise-Interessierte und potenzielle Gründer die Möglichkeit, Vier-Augengespräche mit Franchise-Experten und Geschäftsführern zahlreicher Systeme zu führen. An Thementischen können sie sich u.a. zu den Themen Systemwahl, Gründung, Recht und Finanzen informieren. Unter www.franchise-matchingday.de erhalten Interessierte weitere Informationen zu den Ausstellern und zum Programm.

    Die seit 1997 aktive Marketingagentur Cox Orange aus Wien setzt auf kreative Kommunikation, basierend auf klaren Strategien. In der Umsetzung konzipiert die Agentur Imagekampagnen, Veranstaltungen, entwickelt Animationsfilme, setzt auf Pressearbeit oder andere Formen der Informationsvermittlung. Die von Cox Orange entwickelte und umgesetzte Österreichische Franchise Messe in Wien ließ die Branche aufhorchen und setzte Gründungswillige in Bewegung. So konnten schon 2011 bei der ersten Messe 1.200 zahlende Besucher/innen gezählt werden. Die nächste Franchise Messe findet am 7.11. und 8.11.2014 in Wien statt.

    „Der Deutsche Franchise-Verband e. V. (DFV) ist der Spitzenverband der deutschen Franchise-Wirtschaft und repräsentiert als Qualitätsgemeinschaft Franchisegeber und Franchisenehmer gleichermaßen“, so Torben L. Brodersen, Geschäftsführer des DFV. Der Deutsche Franchise-Verband e.V. wurde 1978 gegründet und sitzt in Berlin. Das Kernanliegen des Verbandes ist es, die Interessen der Franchise-Wirtschaft wirtschaftlich, gesellschaftlich und politisch zu vertreten. Der Bekanntheitsgrad und das Image des professionellen Franchisings in Deutschland soll nachhaltig und positiv gefördert und die Finanzierung von Franchisegebern und Franchisenehmern sichergestellt werden.

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    v.l.n.r.: Torben L. Brodersen (DFV), Peter Stöger (1. FC Köln), Holger Blaufuß (McDonald's Deutschland Inc.) und Matthias H. Lehner (Bodystreet GmbH – beide Mitglied im DFV-Vorstand)

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    v.l.n.r.: Torben L. Brodersen (DFV) und Carina Felzmann (Cox Orange)

  • Unternehmensgründungen in Deutschland weiter rückläufig - und was macht die Politik?

    Seit vier Jahren sinkt die Zahl der gewerblichen Gründungen. So lagen sie im ersten Halbjahr 2013 noch bei 174.000. Im darauffolgenden Halbjahr sanken diese jedoch um 9.900, auf 164.100 Unternehmensgründungen. Dies belegen die aktuellen Zahlen des Instituts für Mittelstandsforschung Bonn (IfM). Die Politik belässt es bei Absichtserklärungen, die Gründerkultur in Deutschland zu stärken. Konkrete Strategien oder Maßnahmen hierzu bleiben aber bisher aus.

    Der Deutsche Franchise-Verband e. V. (DFV), die Centralvereinigung Deutscher Wirtschaftsverbände für Handelsvermittlung und Vertrieb (CDH) e.V. und der Bundesverband Direktvertrieb Deutschland e.V. (BDD) fordern deshalb eine langfristige und nachhaltige Strategie der Bundesregierung für ein lebendiges Gründungsgeschehen in Deutschland. Die Verbände begrüßen die Initiative des Bundeswirtschaftsministers Sigmar Gabriel, gemeinsam mit der Wirtschaft in den kommenden Monaten eine entsprechende Strategie zur Verbesserung der Gründerkultur in Deutschland zu erarbeiten. Eine zentrale Forderung eines möglichen Maßnahmenkataloges ist dabei die Wiedereinführung des Gründungszuschusses als Pflichtleistung. Denn dieser stellt ein wichtiges Instrumentarium dar, um Personen aus der Arbeitslosigkeit heraus den Weg in die Selbstständigkeit zu weisen.

    „Zwar konnte im ersten Halbjahr 2014 auf Grund einer gründerfreundlichen Rechtsprechung ein leichter Anstieg der mit dem Gründungszuschuss geförderten Selbstständigkeiten um rund 5.300 gegenüber dem 1. Halbjahr 2013 gemessen werden, dennoch sind die Zahlen der geförderten Unternehmensgründungen aus der Arbeitslosigkeit weiterhin unbefriedigend. Der Einbruch, der seit der Vergabe-Änderung des Gründungszuschusses (von einer Pflichtleistung zu einer Ermessensleistung) von der Bundesregierung Anfang 2012 zu verzeichnen ist, bleibt nach wie vor immens“, bemängelt DFV-Geschäftsführer Torben L. Brodersen. Waren es 2011 noch 134.000 geförderten Gründungen aus der Arbeitslosigkeit, so belief sich die Zahl 2013 auf 27.000.
    Die Zwischenergebnisse einer Umfrage, die der DFV über seine Website seit Ende September dieses Jahres zum Thema Gründungszuschuss durchführt, bestätigen ebenfalls, dass dieser eine unverzichtbare Starthilfe für Gründungen aus der Erwerbslosigkeit darstellt.

    "Wenn die Bundesregierung die Eigenverantwortung und den Gründergeist der Menschen fördern möchte, dann muss der Gründerzuschuss tatsächlich wieder von einer Ermessensleistung in eine Pflichtleistung zurückgeführt werden. Denn so werden die nötigen Anreize geschaffen, damit Menschen sich selbständig machen und die Chance erhalten, langfristig erfolgreich zu sein", so der BDD-Geschäftsführer Jochen Clausnitzer.

    "Auch im Vertrieb ist die Gründungsbereitschaft gestiegen, das zeigen Reaktionen aus Mitgliederkreisen der CDH. Viele Gründer in diesem Bereich haben bereits im Angestelltenverhältnis Erfahrungen im Vertrieb gesammelt. Wichtig wäre, diesen Gründern den Sprung in die Selbstständigkeit durch Förderung zu erleichtern, um sie für den Beginn finanziell abzufedern, da ein regelmäßiges, den Lebensunterhalt sicherndes Einkommen durch Provisionen in der Regel erst nach einer gewissen Zeit zu erwarten ist. Die restriktive Fördervergabe muss beendet werden“, unterstreicht auch Eckhard Döpfer, Mitglied der CDH-Hauptgeschäftsführung, das Anliegen der Verbände.

    Seit über vierzig Jahren setzt sich der Bundesverband Direktvertrieb Deutschland e.V. (BDD) für die Interessen der Direktvertriebsunternehmen des privaten Konsumgüter- und Dienstleistungsbereichs ein. 1967 als Arbeitskreis "Gut beraten - zu Hause gekauft" gegründet, haben sich die BDD-Mitglieder zur Einhaltung von Verhaltensstandards verpflichtet, die für ein faires Miteinander im Direktvertrieb sorgen. Im BDD sind über 30 Unternehmen organisiert, die ganz unterschiedliche Produkte bzw. Dienstleistungen verkaufen. Dazu gehören z.B. Haushaltswaren, Reinigungsmittel, Bauelemente, Getränke, Nahrungsergänzungsmittel, Kosmetik- und Schönheitsartikel, Schmuck, Heimtiernahrung sowie Energiedienstleistungen.

    Die Centralvereinigung Deutscher Wirtschaftsverbände für Handelsvermittlung
    und Vertrieb (CDH) e.V. ist der Spitzenverband für Vertriebsunternehmen. Die Mitglieder sind selbständige Unternehmer, die im Vertrieb auf der b2b-Ebene tätig sind – und das in allen Branchen. Dazu gehören insbesondere die Handelsvertretungen als Marktpartner von Industrie und Handel. Sie vermitteln Produkte zwischen Industriebetrieben, zwischen Industrie und Handel oder zwischen Groß- und Einzelhandel. Die rund 48.000 Unternehmen vermitteln jährlich Waren im Wert von ca. 175 Milliarden Euro einschließlich eines Eigenumsatzes von ca. fünf Milliarden Euro pro Jahr.

    Der Deutsche Franchise-Verband e.V. vertritt die Interessen der deutschen Franchisewirtschaft im nationalen und internationalen wirtschaftspolitischen Umfeld. 2013 erwirtschafteten rund 1.000 Franchisegeber gemeinsam mit mehr als 76.500 Franchisenehmern und circa 525.300 Mitarbeitern etwa 62,8 Milliarden
    Euro Umsatz.

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  • Gründerherbst 2014 - wie finde ich den richtigen Franchisegeber?

    Im Herbst jeden Jahres entfaltet die Gründerszene traditionell eine besondere Dynamik - unzählige Veranstaltungen, vor und nach der "Gründerwoche Deutschland" (vom 17. bis 23. November) finden im gesamten Bundesgebiet statt. Das gilt auch für das Franchising: Rund 80% aller Franchisegeber suchen Gründer für eine Expansion ihrer Konzepte. Anlass genug, um diese Veranstaltungen und andere Möglichkeiten, als Gründer den richtigen Franchisegeber zu finden, genauer unter die Lupe zu nehmen.

    Messen/Informationsveranstaltungen
    Es gibt in Deutschland nur sehr wenige Informationsveranstaltungen, die sich komplett auf das Thema Franchise konzentriert haben. Der DFV hat mit dem Franchise Matching Day ein neues Format geschaffen, welches am 21. November 2014 in Köln zum zweiten Mal stattfindet (www.franchise-matchingday.de). Hier sollen Franchisegeber mit potentiellen Franchisenehmern zusammengeführt werden. Versuche anderer Anbieter, sich dieses Themas anzunehmen, schlugen in der Vergangenheit fehl. Neben dem Matching Day erhält der interessierte Franchisegründer im Herbst 2014 Informationen auch auf anderen Veranstaltungen - nähere Informationen finden Sie unter www.franchiseverband.com/terminkalender.

    Websites
    Neben der Website des DFV (www.franchiseverband.com) mit unterschiedlichsten Checklisten und Darstellungen seiner Mitglieder haben sich vor allem die Informationsportale www.franchiseportal.de, www.franchisedirekt.com sowie www.franchise-net.de etabliert; sie halten mit Online-Messeständen Informationen über Franchisegeber vor und sind sehr gut für einen ersten Überblick und zum Vergleich unterschiedlicher Konzepte geeignet. Zudem berichten sie am Rande auch über Neuigkeiten aus den Franchisesystemen, stellen "Success Stories" vor.

    Der Internet-Auftritt des Franchisegebers ist darüber hinaus zu einer wichtigen Visitenkarte des Franchisegebers geworden. Wie aussagekräftig sind die darin enthaltenen Informationen? Wie transparent geht der Anbieter mit Informationen um? Wie professionell ist die Website gestaltet? Anhand dieser Fragen lässt sich bei Franchisegebern schnell die Spreu vom Weizen trennen. Gerade im "gläsernen Zeitalter" wird die Unternehmenswebsite schnell zu einem "go" oder "no go".

    Info-Veranstaltungen der Systeme
    Zahlreiche Franchisegeber sind in den letzten Jahren dazu übergegangen, eigene Informationsveranstaltungen durchzuführen. An diesen werden zunächst die Konzepte vorgestellt und nähere Informationen über Konditionen etc. geliefert. In aller Regel finden diese Veranstaltungen in den Systemzentralen statt.

    Ansprache bestehender Franchisenehmer
    Authentische Botschafter einer Franchisemarke sind in der Regel bestehende Franchisenehmer. Sie sind es, die täglich "an der Front" stehen damit direkte Erfahrungen in Bezug auf das Franchisekonzept mit Endkunden machen. Sie sollten von Personen, die ernsthaft einen Einstieg in ein bestimmtes Franchisekonzept erwägen, als eine der wichtigsten Informationsquelle dienen. Beachte dabei: Die Benennung bestehender Franchisenehmer ist Bestandteil der vorvertraglichen Aufklärungspflicht für Franchisegeber. Ansonsten ergeben sich die Kontaktinformationen von Franchisenehmern über die Website des Systems oder über den regionalen Auftritt.

    Broker/Vermittler
    Franchiseinteressenten haben auch die Möglichkeit, sich von Unternehmensberatern begleiten zu lassen, die sich auf die Vermittlung von Franchisegründern an Franchisegeber spezialisiert haben. Von diesen Brokern gibt es auch einige in Deutschland, sie finanzieren sich dabei z.B. über Provisionen, die sie vom Franchisegeber für vermittelte Gründer erhalten. Broker sind zuallererst für diejenigen Franchiseinteressenten geeignet, die im Prozess der Auswahl des richtigen Franchisegebers einen Unternehmensberater an ihrer Seite benötigen. Berücksichtigen sollte man dabei, dass diese Broker über einen Kundenkreis (Franchisegeber) verfügen, welcher nur selten 30-40 Anbieter übersteigt.

    Fazit
    Jeder potentielle Franchisenehmer sollte selbst für sich prüfen, welche Informationsquelle er für sich wählt. Insgesamt jedoch ist festzuhalten, dass es genügend Möglichkeiten gibt, um an direkte Informationen über Franchiseangebote zu gelangen. Im Idealfall nutzen Franchiseinteressenten den oben aufgezeigten Mix an Kanälen.

  • DFV arbeitet auf Initiative und gemeinsam mit BMWi an Zukunftsstrategie für den Mittelstand

    Gemeinsame Vereinbarungen zwischen Politik und Wirtschaft

    Der Bundesminister für Wirtschaft und Energie (BMWi), Sigmar Gabriel, möchte seine Politik für einen zukunftsfesten deutschen Mittelstand gemeinsam mit der Wirtschaft gestalten. Nach Aussage des Bundeswirtschaftsministers sind die aktuellen Herausforderungen, wie die Sicherung unseres Fachkräftebedarfs, die Etablierung von mehr Gründergeist und passender Finanzierungsmöglichkeiten, die Erschließung von Auslandsmärkten sowie der Abbau von unnötiger Bürokratie sind am besten zu bewältigen, wenn sich Politik und Wirtschaft auf gemeinsame Ziele verständigen.

    Netzwerk Mittelstand

    Das Netzwerk Mittelstand, bestehend aus 20 Mittelstandsverbänden und dem Bundeswirtschaftsministerium, ist vom Bundesministerium eingeladen, in einzelnen Arbeitsgruppen gemeinsame Ziele und Maßnahmen einer zukunftsorientierten Mittelstandspolitik zu erarbeiten. Zunächst ist an die Einrichtung folgender Arbeitsgruppen gedacht:

    • Demografischer Wandel/Künftigen Fachkräftebedarf decken
    • Unternehmergeist und innovative Gründungen fördern
    • Neue Wege in der Mittelstandsfinanzierung beschreiten
    • Globalisierung/Internationalisierung erleichtern
    • Intelligente Regulierung und Bürokratieabbau vorantreiben.

    Im Rahmen der Arbeitsgruppen wird diskutiert, welche Maßnahmen am besten geeignet sind, um die Wettbewerbsfähigkeit der mittelständischen Wirtschaft zu erhalten und auszubauen. Gleichzeitig soll sondiert werden, was Politik und Wirtschaft gemeinsam zur Bewältigung der genannten Herausforderungen beitragen können.

    Der DFV wird sich hierbei aktiv für die Interessen der deutschen Franchisewirtschaft einsetzten.

  • Neues aus der Mittelstandsförderung: Zuschuss für die Schaffung von zusätzlichen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnissen

    Bundesland Berlin gewährt einen Landeszuschuss für kleine und mittlere Unternehmen

    1. Förderungszweck

    Mit der Förderung soll der Arbeitsmarkt entlastet und die Wettbewerbsfähigkeit von KMU gestärkt werden. Dabei werden Zuschüsse für die Schaffung von zusätzlichen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnissen gewährt.

    2. Fördervoraussetzungen

    Antragsberechtigt für Zuschüsse sind private „Kleinst-, kleine und mittlere Unternehmen“ (KMU). Darunter fallen alle Unternehmen unter 250 Beschäftigte mit Sitz in Berlin, mit höchstens 50 Mio. EUR Jahresumsatz oder einer Jahresbilanzsumme von 43 Mio. EUR. Die Anzahl der je Unternehmen zu fördernden Arbeitnehmer ist abhängig von der durchschnittlichen Zahl der regelmäßig Beschäftigten im Zeitraum von 12 Monaten vor der Antragstellung.

    3. Art, Umfang und Höhe des Lohnkostenzuschusses

    Der Lohnkostenzuschuss wird gestaffelt nach Bruttoarbeitslohn und der Dauer des Arbeitsvertrages gewährt. Der Lohnkostenzuschuss wird bei befristeten Arbeitsverhältnissen für die Dauer der Befristung gewährt. Bei unbefristeten Arbeitsverhältnissen wird der Lohnkostenzuschuss für die Dauer von 30 Monaten gewährt.

    Weitergehende Informationen können Sie unter www.landeszuschuss-kmu.de oder in den beigefügten Dokumenten abrufen:

    LZKMU_Flyer_als PDF Förderbedingungen LZKMU (2)

  • DFV Interview Serie: Von Anfang an in den regionale Netzwerken engagieren und austauschen!

    Klaus Fraweley ist Franchisepartner von TeeGschwendner mit Filialen in Göttingen und Kassel, Mitglied des Franchise-Beirats und in unserer Interview Serie der heutige Gesprächspartner von Torben L. Brodersen.

    Torben L. Brodersen: Sie sind erfolgreicher Unternehmer, betreiben Geschäfte in zwei verschiedenen Städten und engagieren sich darüber hinaus auch noch im Franchise-Beirat von TeeGschwendner. Warum können Sie sich so für das TeeGschwendner Konzept begeistern?

    Klaus Frawley: Es ist zum einem die Faszination die von unserem Produkt ausgeht, die mich vom Anfang an begeistert hat. Der lose Tee mit seiner ganzen Bandbreite an wundervollen Produkten gepaart mit den unterschiedlichen Teekulturen überall auf der Welt hat eine gewaltige Anziehungskraft! Ich lerne immer wieder neue Teesorten kennen und durch unsere Reisen in den Ursprung auch immer wieder neue Techniken der Teeverarbeitung und sogar der Teezubereitung!
    Es ist dieser konstante Lernprozess, der das Thema „Tee“ so spannend macht. Und wenn man sich dann noch der philosophischen Seite des Tees zuwendet, reicht ein Menschenleben nicht aus um diese schöne Pflanze in seiner Fülle kennenzulernen!

    Zum anderen ist da natürlich die besondere Firmenphilosophie der Firma TeeGschwendner! Wir haben hier eine Firma die den Spannungsbogen der „Teetradition“ hält, sich aber auch den Herausforderungen des Marktes mit seinen rasanten Veränderungen stellt!
    TeeGschwendner hat es in seiner über 30 Jährigen Tradition geschafft, sich immer auch neu zu erfinden, ohne seine DNA zu verlieren. Es ist diese Bereitschaft der konstanten Erneuerung des Marktauftrittes aber auch des 100% Franchisekonzeptes die diese Firma so einzigartig macht.
    Die Firmengründer haben es sich aber auch immer zur Aufgabe gemacht die besondere Kundenorientierung und Servicebereitschaft in den Mittelpunkt der Fa. TeeGschwendner zu stellen. Die hohe Servicequalität gehört für alle TeeGschwendner-Franchisepartner und Ihren Mitarbeitern zum Firmen-Selbstverständnisses und sind (wie man es heute zu Tage leider im Einzelhandel erlebt) nicht bloß leere Worthülsen. Dabei gehen wir auch oft über betriebswirtschaftliches Vernunftsdenken hinaus, nur um den Kunden glücklich zu machen.

    Torben L. Brodersen: Oft wird über die Finanzierungsmöglichkeiten für Existenzgründern gesprochen, aber auch Multi-Unit Franchising ist ein hochaktuelles Thema.
    Wie sind Sie bei der Finanzierung ihrer zweiten Filiale vorgegangen und unterschied sich das Vorgehen hier von ihrer ersten Gründung?

    Klaus Frawley: Für die Start-Up Finanzierung haben wir uns für eine Misch-Finanzierung aus Kfw-Darlehen und einen Ergänzungs-Kredit unserer Hausbank entschieden. Wir hatten das Glück, dass uns unsere Hausbank bei der Kfw-Finanzierung sehr unterstützt hat. Das war damals nicht ganz selbstverständlich. Zusätzlich hat uns unserer Franchise-Geber bei der Errechnung unseres Kapitalbedarfs und bei der Erstellung eines Business-Plans sehr geholfen.
    Bei der Finanzierung unsere Filiale in Göttingen haben wir einen Teil des Kapitalbedarfs (ca. ¾) über einen Kredit unserer Hausbank und den Rest über Eigenkapital gedeckelt. Bei beiden Finanzierungs-Modellen war uns wichtig, immer eine gewisse Liquiditäts-Schwelle nicht zu unterschreiten.

    Torben L. Brodersen: Welche Aufgaben übernimmt der Franchise-Beirat und für wichtig halten Sie es, dass ein Franchisesystem einen solchen Beirat vorweisen kann- ist dies sogar ein besonders Qualitätsmerkmal?

    Klaus Frawley: Der Franchisebeirat ist in erster Linie eine wichtige Schnittstelle zwischen Franchisepartner und der Systemzentrale. Über den Beirat kann jeder Franchisepartner Eingaben und Empfehlungen zur Diskussion geben. Jede Eingabe wird zeitnah beantwortet und gibt so jedem Partner die Möglichkeit sich an der Entwicklung des Systems zu beteiligen. Diese Schnittstelle funktioniert natürlich nicht nur in eine Richtung, so unterrichtet die Geschäftsführung den Beirat auch über Entwicklungen innerhalb des Systems, bzw. gibt regelmäßig auch eine wirtschaftliche Wasserstandsmeldung der Zentrale ab.

    Sein zweiter großer Aufgabenbereich ist die Beratung der Systemzentrale in Marketingaktivitäten, in Fragen zu System- und Franchisestandards und in der Entwicklung des Systems für die Zukunft.
    In diesem Zusammenhang ist er auch noch verantwortlich für die Prüfung, Verwaltung & Planung des Marketingpools.
    Sie sehen, Herr Brodersen, eine recht großer Aufgabenbereich mit hoher Verantwortung gegenüber den Partnern aber auch gegenüber der ganzen Firma TeeGschwendner! Es ist daher der einzige Beirat bei TeeGschwendner für den man sich zusätzlich qualifizieren muss. Erst nach einer mindestens 2-Jährigen Mitarbeit in einem anderen der 3 zusätzlichen TeeGschwendner-Beiräte kann man sich zur Wahl in den Franchisebeirat aufstellen lassen.
    Ich kann nur sagen, dass sich für die Firma TeeGschwendner die Beiratsarbeit und insbesondere der Franchisebeirat sehr bewährt hat.

    Torben L. Brodersen: Pflegen Sie auch außerhalb des Beirates regelmäßigen Kontakt zu andern TeeGschwendner Partner und wenn ja, wie sieht dieser aus?

    Klaus Frawley: Ja, dazu erst einmal ein Überblick über unsere organisierten Treffen bei TeeGschwennder (außerhalb der Beiratsarbeit):
    Wir sind bei TeeGschwendner zusätzlich noch in regionale Arbeitskreise organisiert in denen wir uns mindestens 2 X im Jahr treffen und austauschen.
    Außerdem gibt es noch eine große „TeeGschwendner-Börse“ im Mai. Auf diesem Treffen sind alle TeeGschwendner-Partner mit Ihrer Familie eingeladen, um sich intensiv miteinander auszutauschen. An diesen 3 Tagen steht nicht nur das geschäftliche im Mittelpunkt, sondern insbesondere die Pflege der TeeGschwendner-Gemeinschaft!

    Aber damit ist es nicht genug! Es gibt im letzten September-Wochenende noch mal ein Treffen mit allen Beiräten und 2 Delegierten aus den regionalen Arbeitskreisen um sich vor der Saison noch mal mit wichtigen Fragen aus dem System heraus zu beschäftigen. Auch hier kann jeder Partner Fragen und Themen eingeben die dann in diesem Gremium diskutiert werden. Die Antworten folgen dann auch Zeitnah an alle Partner durch ein Ergebnisprotokoll.
    Zusätzlich hat man natürlich noch seine persönlichen Netzwerke innerhalb der Firma mit den entsprechenden Ansprechpartnern.
    Sie sehen, es gibt viele Möglichkeiten, sich mit allen Kollegen zu treffen und Erfahrungen auszutauschen.
    Ich schätze diese Treffen mit den Kollegen sehr und es haben sich darüber hinaus schon viele Freundschaften entwickelt. Die TeeGschwendner-Familie ist sprichwörtlich!

    Torben L. Brodersen: Sicherlich kostet der Betrieb von zwei Filialen, als auch das darüber hinaus gehende Engagement viel Zeit. Wie wichtig ist die Unterstützung von Freunden und Familie beim Schritt in die Selbstständigkeit?

    Klaus Frawley: Das ist schon enorm hilfreich für den Unternehmer, wenn das soziale Umfeld diese intensive und von persönlichem Engagement getragene Arbeit respektiert und moralisch unterstützt!

    Torben L. Brodersen: Können Sie anderen Franchisenehmern oder solchen die vor der Entscheidung zur Selbstständigkeit stehen 5 Praxistipps mit auf den Weg geben?

    Klaus Frawley:

    1) Ein Teefarmer aus Südafrika hat mir mal gesagt, der beste Dünger sind die Fußstapfen des Farmers auf seiner Plantage. Und dieses Bildwort gebe ich auch allen neuen Kollegen gern mit, einfach viel Zeit mit seinen Kunden und den Mitarbeitern im Geschäft verbringen um den besonderen Rhythmus des Geschäfts und seine Kundschaft kennenzulernen. Das scheint zwar selbstverständlich, aber diese ersten Monate verlangen einfach viel Aufmerksamkeit und möglichst viel Kontakt zu seinen Kunden.

    2) Heutzutage muss man am Schreibtisch genauso gut sein wie bei der Arbeit am Kunden.
    Die Ansprüche im Backoffice bzw. Verwaltung sind enorm gestiegen, so dass der Umgang mit den üblichen Management-Tools von Anfang an sitzen muss. Mittlerweile wird das in unserer „TeeGschwendner-Akademie“ in besonderen Seminaren bis ins kleinste Detail trainiert, so dass jeder neue TeeGschwendner-Franchisenehmer in diesem Bereich fit ist.

    3) Bitte entschuldigen Sie den Anglizismus, aber es gilt immer noch: „All Business is local“! Also von Anfang an in den regionale Netzwerken engagieren und austauschen! Die Synergieeffekte sind enorm, wenn man sich in den entsprechenden Verbänden und Gemeinschaften vorstellt. Wir haben bei TeeGschwendner mittlerweile genau darauf ausgerichtete „Seminarkonzepte“ um z.B. innerhalb einer „Landfrauengemeinschaft“ oder einem VHS-Seminar einem mal die Fa. TeeGschwendner mit seiner schönen Produktpalette vorzustellen.

    4) Gerade zu Beginn der Selbstständigkeit kann man sich herrlich in „Nebenkriegsschauplätze“ verzetteln. Daher gilt das Sprichwort das Herrn Mark Twain zugesprochen wird: Always tackle the hardest problem on your plate! Also, erkennen Sie jeden Tag welches Herausforderung hat die höchste Priorität und wie gehe ich sie am besten an!

    5) Visualisieren Sie sich und ihr Geschäft! Wo möchten Sie sich in 5 Jahren sehen? Versuchen Sie bei dieser Vorstellung so detailliert wie möglich zu sein. Stellen Sie sich z.B. besonders erfolgreiche Situationen an einem starken Verkaufstag vor mir vielen tollen Kunden & erfolgreichen Mitarbeitern vor. Versuchen sie, sich diese Meditation immer wieder vor Augen zu führe und mit immer mehr positiven Details zu füllen. Mir hat diese Übung immer geholfen mein Handeln an diesen Bildern auszurichten und meine Arbeit zu hinterfragen.
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  • DFV beim Arbeitstreffen im Bundeswirtschaftsministerium (BMWi)

    Netzwerk Mittelstand trifft sich zum Thema „Gründen“

    Im Rahmen eines Treffens im Wirtschaftsministerium wurde das Gründungsgeschehen in Deutschland näher beleuchtet und diskutiert. Das Institut für Wirtschafts- und Kulturgeographie der Leibnitz Universität Hannover stellte seine aktuelle Studie „Unternehmensgründungen in Deutschland im internationalen Vergleich – Befunde aus dem Global Entrepreneurship Monitor (GEM)“ vor. Die Analyse und die sich daraus ergebenen Handlungsempfehlungen decken sich mit der Position der Franchisewirtschaft zur Gründerkultur in Deutschland und bestärken den DFV in seinen Handlungsempfehlungen an die Politik.

    Der DFV steht im ständigen und engen Austausch mit dem BMWi und arbeitet aktuell in folgenden Arbeitsgruppen mit:

    • „Demografischer Wandel/Künftigen Fachkräftebedarf decken“
    • „Unternehmergeist und innovative Gründungen fördern“
    • „Neue Wege in der Mittelstandsfinanzierung beschreiten“
    • „Globalisierung/Internationalisierung erleichtern“
    • „Intelligente Regulierung und Bürokratieabbau vorantreiben“.

    Darin wird mit dem Wirtschaftsministerium und entsprechenden Verbänden diskutiert, welche Maßnahmen am besten geeignet sind, um die Wettbewerbsfähigkeit der mittelständischen Wirtschaft zu erhalten und auszubauen. Gleichzeitig ist dies ein Signal um zu sondieren, was Politik und Wirtschaft gemeinsam zur Bewältigung der genannten Herausforderungen beitragen können. Der DFV bringt sich hierbei aktiv für die Interessen der deutschen Franchisewirtschaft ein.

    Die Studie

    Der vorliegende 14. Länderbericht Deutschland zum GEM beschreibt und erklärt Gründungsaktivitäten in Deutschland im Jahr 2013.

    Wie viel wird gegründet?
    5 % der erwachsenen Deutschen versuchten 2013 ein neues Unternehmen zu gründen oder waren Inhaber eines Geschäftes, welches noch nicht länger als 3 ½ am Markt war.

    Wer gründet?
    In Deutschland gründen vorwiegend Männer, Unternehmer mit Migrationshintergrund sowie 25 bis 34-Jährige.

    Warum wird gegründet?
    Chancengründungen, sprich Gründungen der Geschäftsidee willens, sind deutlich zahlreicher als sogenannte Notgründungen, welche aus Mangel an Erwerbsalternativen erwachsen. In Deutschland gründen insgesamt zwar weniger Menschen als vor einigen Jahren, aber sie tun dies häufiger als damals, weil sie eine Marktchance für ihr Produkt sehen, als wegen des Mangels an Erwerbsalternativen.

    Was wird gegründet?
    Ein unbefriedigender hoher Anteil der Gründer von 42 % hat weder einen Beschäftigten noch erwarten sie die Schaffung eines Arbeitsplatzes innerhalb der nächsten fünf Jahre.

    In welchem Kontext wird gegründet?
    Die Stärken des Gründungsstandortes Deutschland werden insbesondere in der physischen Infrastruktur, der Schutz des geistigen Eigentums sowie die öffentlichen Förderprogramme gesehen. Die Schwächen sind in der schulischen und außerschulischen Vorbereitung auf die unternehmerische Selbstständigkeit zu finden. Das notwendige Gründergen wird nicht kann nicht die Rede sein. Auch die Finanzierungsbedingungen werden als negativ bewertet.

    Was kann die Politik tun?
    Die Autoren der Studie empfehlen eine gründungsbezogene Ausbildung an Schulen und Hochschulen. Dies würde nicht nur die Gründungsfähigkeiten der deutschen Bevölkerung positiv beeinfluss sondern auch langfristig eine Kultur der unternehmerischen Selbstständigkeit etablieren. Ein neuer Ansatz wäre auch die Verbesserung der Rahmenbedingungen für Personaleinstellungen im Gründungssektor. Die Reduzierung der Lohnnebenkosten oder die Mitfinanzierung der Gehälter könnte nach Ansicht der Autoren mehr Unternehmensgründer ermutigen, Mitarbeiter einzustellen.

    Fazit

    Die Studie bestärkt den DFV in seiner Forderung an die Politik eine langfristige, über die Legislaturperioden hinweg, Strategie zur Verbesserung der Gründerkultur in Deutschland zu entwickeln. Der DFV begrüßt weiterhin die Initiative des BMWi in einzelnen Arbeitsgruppen gemeinsame Ziele und Maßnahmen einer zukunftsorientierten Mittelstandspolitik zu erarbeiten.

    Die Studie sowie das Positionspapier des DFV können Sie hier nachlesen:
    gem2013 Positionspapier_Forderungen-Existenzgruendungsgeschehen_07.11.13

  • Vorvertragliche Aufklärung: aktuelles Urteil bekräftigt Qualitätsstandard des DFV

    Pflichtverletzung des Franchisegebers bei der Angabe unzutreffender Umsatzprognosen

    Sachverhalt

    Der Franchisegeber macht dem Franchisenehmer-Interessenten eine Rentabilitätsvorschau anhand einer möglichen Umsatzerwartung während des vorvertraglichen Schuldverhältnisses bzw. der Vertragsanbahnung. Auf Grundlage dieser Information schließt der Franchisenehmer den Franchisevertrag ab. Wie sich später herausstellt entsprachen die dargelegten Zahlen nicht der Realität. Der Umsatz des Franchisenehmers konnte nicht einmal die Kosten des laufenden Geschäftsbetriebes decken. Daraufhin kündigt der Franchisenehmer den Vertrag und verlangt Schadensersatz.

    Begründung des Gerichts

    Das Hanseatische Oberlandesgericht Hamburg bestätigt die vorinstanzliche Entscheidung des Landgerichtes. Auf Grund der unzutreffenden Umsatzprognose hat der Franchisegeber seine vorvertragliche Pflicht verletzt und sich schadensersatzpflichtig gemacht.

    Hanseatisches OLG Hamburg, Urteil vom 05.09.2014 - 4 U 10/14

    Der rechtlich korrekte Umgang bei der Vertragsanbahnung

    Welche richtigen Schlussfolgerungen müssen daraus gezogen werden: der Franchisegeber hat den potentiellen Franchisenehmer umfassend und vollständig aufzuklären und darf im Rahmen der konkreten Vertragsverhandlungen sein System nicht erfolgreicher darstellen, als es ist. Denn die Folgen sind gravierend – bei fehlerhafter Aufklärung kann der Franchisenehmer auch nach Jahren der Zusammenarbeit mit dem Franchisegeber vom Franchisevertrag zurücktreten oder Schadensersatz verlangen.

    Wird während der vorvertraglichen Aufklärung von Seiten des Franchisenehmers nach der Rentabilität des Franchisesystems gefragt, so hat der Franchisegeber zutreffende Angaben über die erzielbaren Umsätze zu machen. Diese Angaben müssen auf einer sorgfältigen Untersuchung des Marktes beruhen, auf den konkreten Standort ausgerichtet sein und dürfen nicht lediglich den Charakter einer Schätzung aufweisen. Wenn nur eine Schätzung möglich ist, so muss eindeutig darauf hingewiesen werden.

    Sind die angegebenen Daten des Franchisegebers fehlerhaft oder irreführend, so kann als Rechtsfolge der Franchisenehmer im Nachhinein vom Vertrag zurücktreten, da diese die Entscheidung dem Franchisesystem anzugehören oder nicht, maßgeblich beeinflusst.

    Fazit

    Das Urteil zeigt auf, wie wichtig es ist auch im Rahmen der vorvertraglichen Aufklärung vollkommende Transparenz und Exaktheit bei der Vorlage von Informationen über das Franchisesystem zusammenzustellen. Vor allem wenn es um einen essentiellen Entscheidungsgrund geht, ob der Franchisenehmer als zukünftiger Partner in einem Franchisesystem gewonnen werden kann. Die Folgen einer Verletzung der vorvertraglichen Aufklärungspflicht sind zu gravierend, als das sich ein Franchisegeber hier Ungenauigkeiten leisten kann.

    Der Deutsche Franchise-Verband e.V. als Qualitätsgemeinschaft schafft Standards für die deutsche Franchisewirtschaft. Die Richtlinie zur vorvertraglichen Aufklärung und die Checkliste zum Franchisevertrag schaffen hierbei einen sicheren Rechtsrahmen für Franchisegeber, wie auch für Franchisenehmer.

    Die vom DFV e.V. entwickelten und verfassten Dokumente können Sie im Folgenden abrufen:

    Vorvertragliche Aufklärungspflichten-Richtlinie DFV Franchise-Vertrag Checkliste FN

  • 10 Jahre bundesweite gründerinnenagentur – Was hat sich bisher getan?

    Zum zehnjährigen Bestehen der bundesweiten gründerinnnenagentur - bga kamen am Freitag, den 10.10.2014 rund 350 Vertreter aus Politik und Wirtschaft im Haus der Deutschen Wirtschaft in Berlin zusammen, darunter auch Isabel von Vegesack, Leiterin für Presse und Marketing beim Deutschen Franchise-Verband e.V. (DFV). Der Verband setzt sich seit Jahren aktiv für Existenzgründungen in Deutschland ein und steht mit der bga seit längerer Zeit in Kontakt.

    Diese Initiative besteht aus einem Verbund hochkarätiger Spezialistinnen aus allen Bundesländern, die sich 2004 zum Ziel gesetzt hat, Gründerinnen und Unternehmerinnen in Deutschland zu unterstützen und sichtbar zu machen.

    Die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Brigitte Zypris, gratulierte der bga in Ihrer Eröffnungsrede zu zehn erfolgreichen Jahren Arbeit und stellte heraus, was sich seit der Gründung dieser Initiative 2004 getan hat.

    So konnte die bga in 10 Jahren 16 bundesweite Regionalvertretungen mit 2.000 regionalen Partnerinnen aufbauen. Sie hilft Gründerinnen und Unternehmerinnen mit Beratungen und bietet ihnen einen hochwertigen Fachaustausch mit bereits unternehmerisch selbstständigen Frauen in 350 Netzwerken an.

    Zum Auftakt der Veranstaltung stellten die 16 Regionalvertretungen u.a. ihre Erfolgsrezepte aus der Praxis vor.

    Das Bundesland Bremen bietet z.B. ein Gruppencoaching an, bei dem Frauen über ein halbes Jahr bei der Erstellung ihres Businessplans und auf ihrem Weg in die Selbständigkeit begleitet werden.

    In Hessen und Thüringen werden besonders Migrantinnen unterstützt. Sie erhalten eine Orientierungs- und Gründungsberatung in verschiedenen Sprachen.

    Regionale Lotsendienste helfen Frauen in Brandenburg beim Schritt in die Gründung und in Mecklenburg-Vorpommern können Frauen gemeinsam in Erfolgsteams ihre Aufgaben auf dem Weg zur Unternehmensgründung bewältigen.

    Sachsen-Anhalt und Brandenburg zeichnen erfolgreiche Gründerinnen mit einem Gründerinnenpreis aus, um auf diese in der Gesellschaft aufmerksam zu machen.

    Das Bundesland Hessen veranstaltet den Hessischen Unternehmerinnentag, bei dem sich Existenzgründerinnen mit bestehenden Unternehmerinnen austauschen können. Ein jährlich von der bga organisierter nationaler Aktionstag befasst sich mit dem Thema der Unternehmensnachfolge.
    Zusätzlich führt das BMFSFJ gemeinsam mit der bga eine jährliche Roadshow zum Thema „Chefinnen im Handwerk“ durch.

    Am Nachmittag hatten die Teilnehmer dann die Möglichkeit in verschiedenen Zukunftsfeldern, zu diskutieren. Folgende Themenbereiche wurden dabei näher beleuchtet:

    Für jede Gründung ist eine solide Finanzierungsbasis ein entscheidender Erfolgsfaktor. Gemeinsam mit Frauen aus Wissenschaft und Praxis wurde die „Finanzierung der Gründungsvorhaben von Frauen“ erläutert.
    Hierbei wurde deutlich, dass gerade Frauen, die oft mit kreativen Geschäftsmodellen gründen, meist Privatkredite (von Freunden und Familie) oder auch Crowdfunding gegenüber dem klassischen Bankkredit bevorzugen.

    Hilfe, wie Gründerinnen und Gründer die richtige Form der Finanzierung für ihr Geschäftsmodell finden, leistet z.B. der Finanzierungsfinder der IHK Berlin: www.ihk-berlin.de/finfin.

    Wie sehr sich das Bildungsverhalten, Geschlechterrollen, Erwerbsformen und -biografien im Umbruch befinden und welchen Einfluss dies auf Unternehmensgründungen hat, erarbeiteten die Teilnehmer zum Thema „Zukunftsmodelle der weiblichen Erwerbsarbeit in einer flexibilisierten Welt“. In Gruppen zu den Schwerpunkten „Gründung als Lebensabschnittsprojekt“, „Flexibilisierung und Individualisierung von Erwerbs- und Lebensformen“ sowie „Vollzeit als Auslaufmodell“ wurden Erfahrungen ausgetauscht und Handlungsempfehlungen für die Politik erarbeitet. So wurde z.B. ein flexibleres und finanzierbares Sozialversicherungssystem für die unterschiedlichen Erwerbsmodelle gefordert.

    Weitere Themen der Zukunftsfelder waren „Zielgruppenorientierte Erfolgsfaktoren für nachhaltige Gründungen“, „Erfolgreich Gründerinnen zu Unternehmerinnen qualifizieren“ und „Wege in ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum“.

    Gefördert wird die bga von den Bundesministerien für Wirtschaft und Energie (BMWi), für Bildung und Forschung (BMBF), für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), der Europäischen Union sowie vom Land Baden-Württemberg. Eine Übersicht über die Ansprechpartner der bga-Regionalvertretungen ist über die Website des BMWi erhältlich.

    Mit „Frauen unternehmen“ startet das BMWi in Zusammenarbeit mit der bga am Dienstag, den 29. Oktober 2014 bereits die nächste Initiative zur Förderung des Unternehmertums von Frauen. Informationen hierzu sind unter: www.bmwi-registrierung.de/frauenunternehmen erhältlich.

    BGA 1

  • DFV Interview-Serie: Erfolg kommt durch die Auswahl der richtigen Mitarbeiter!

    In der neusten Ausgabe unserer Interview-Serie konnte DFV Geschäftsführer Torben L. Brodersen mit einer Franchisenehmerin von ASL-Alles Saubere Leistung sprechen.
    Marion Wartenberg ist seit fast 10 Jahren Agenturleiterin einer ASL Agentur am Bodensee, mit Filialen in Friedrichshafen, Ravensburg, Markdorf, Lindau und Überlingen.

    Torben L. Brodersen: Frau Wartenberg, letzte Woche sprachen wir mit Herrn Hans-Georg Metelmann, Franchisenehmer seit über 10 Jahren. Auch Sie können als Franchisenehmerin bei ASL bald das zehnjährige Jubiläum feiern, sind erfolgreicher IHK-Ausbildungsbetrieb und wurden letzten Monat vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales ausgezeichnet. Woher kommt dieser Erfolg?

    Marion Wartenberg: Mein Motto lautet: Wer nicht wirbt der stirbt.
    Meiner Meinung nach kommt der Erfolg durch die eigene Überzeugung des Firmenkonzepts und natürlich auch durch die Auswahl der richtigen Mitarbeiter. Unter 20 Bewerbern ist leider meist nur eine neue Mitarbeiterin für uns dabei. Diese Mitarbeiterin muss man die ersten 3 Monate intensiv schulen und führen, was meinen Mitarbeitern und mir viel Arbeit bereitet. Zufriedene und langjährige Kunden bestätigen unsere intensive Vorgehensweise.
    Des Weiteren ist mein Unternehmen zukunftsorientiert, die Arbeit einer Putzfee wird immer gebraucht.

    Torben L. Brodersen: Selbstständigkeit bedeutet auch, dass Sie ein größeres Risiko tragen als Angestellte. Warum haben Sie sich trotzdem dafür entschieden?

    Marion Wartenberg: Weil ich damals in einer Situation war, alleinerziehende Mutter mit einem Kleinkind, die aus damaliger Sicht keine Chance auf dem Arbeitsmarkt hat. Nur Hausfrau zu sein und mich auf Unterstützung zu verlassen war nie eine Option für mich. Der Stand der Kinderbetreuung, den wir heute haben, war damals noch nicht so ausgeweitet.
    Ich selbst war aber auch immer eine Person, die sich schlecht unterordnen konnte und lieber mit Risiko durch die Wand ging als Arbeit nach Anweisung zu erledigen.

    Torben L. Brodersen: Welche Vorteile sehen Sie in einer Selbstständigkeit mit Franchising?

    Marion Wartenberg: Der Start in die Selbstständigkeit wird erleichtert, man wird „ an der Hand genommen“, Vorlagen und rechtliche Grundlagen werden gegeben.

    Torben L. Brodersen: Welche fünf Praxistipps würden Sie Franchise-Interessierten mit auf den Weg geben, die mit Franchising den Schritt in die Selbstständigkeit wagen wollen?

    Marion Wartenberg:

    1) Den Franchisegeber zu prüfen.

    2) Intensiv mit dem Franchisegeber zusammenarbeiten, auch wenn Schwierigkeiten oder Unklarheiten auftauchen.

    3) Richtlinien und Arbeitsgänge des Franchisegeber übernehmen.

    4) Den informativen Austausch aller anderen Franchiseunternehmer bei Franchise-Treffs suchen. Dies bedeutet nicht nur Input für das eigene Unternehmen, sondern auch Erholung und Entspannung während der mehrtätigen Schulungen.

    5) Sich immer wieder einen „Energieschub“ vom Franchisegeber einholen.

    ASL

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